Das Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V. ist ein  Zusammenschluss von Frauenhäusern und Frauennotwohnungen im Land Brandenburg.
Der Verein hat sich im März 1995 gegründet.

Unser Anliegen ist:

Eine regionale Vernetzung und Zusammenarbeit der Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen im Land Brandenburg und auf Bundesebene.

Wir unterstützen den Informationsaustausch  und fördern die Zusammenarbeit, um gemeinsame Ziele zu erreichen und Aktionen zu koordinieren.

Wir wollen für alle Mitglieder eine beratende und unterstürzende Funktion übernehmen.

Ein wesentliches Ziel der Frauenhausarbeit ist, einen Zusammenhang zwischen individuell erlebter Gewalt und gesellschaftlichen Ursachen herzustellen und eine Bewusstseinsveränderung auf die Akzeptanz von Gewalt in der Öffentlichkeit zu erwirken.

Die politischen Grundsätze des Netzwerkes basieren auf frauenspezifischen und antirassistischem Denken und Handeln, ohne parteipolitische Bindung.

Wie arbeiten wir?

Die Mitglieder treffen sich regelmäßig einmal im Quartal zu unterschiedlichen Thematiken. Die Tagesordnung wird entsprechend der Satzung vorher bekannt gegeben.

Das Netzwerktreffen ist ein Entscheidungsgremium. Alle Entscheidungen erfolgen in der Regel nach Rücksprache und Diskussion mit den Mitgliedshäusern. Sind Entscheidungen getroffen, sind sie für alle verbindlich.

Bei Bedarf werden Arbeitsgruppen gebildet, die spezielle Themenkomplexe bearbeiten.

Einzelne Mitglieder des Vereins sind in Arbeitsgruppen auf Bundesebene vertreten, um eine Vernetzung und einen regen Austausch zu ermöglichen  und um gemeinsame Beschlüsse und frauenpolitische Forderungen zu unterstützen.

Entsprechend der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens 3 Frauen. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt und führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er trifft sich zwischen den Netzwerktreffen, um Arbeitsaufgaben zu bündeln, Netzwerktreffen vorzubereiten sowie in politischen Gremien Aspekte der Frauenhausarbeit zu vertreten.

Was wollen wir?

Die Krisen-und Interventionsstellen - Frauenhäuser, Schutzwohnungen und Beratungsstellen Brandenburgs verstehen sich als Zentren der Anti-Gewalt-Arbeit, die präventiv arbeiten, nachgehende und externe Beratung und Betreuung anbieten sowie Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit leisten.

Grundlagen des Verständnisses

  • Schutz der Frauen und Kinder vor Gewalt und vor weiterer Verfolgung und Bedrohung durch den Misshandler sowie das Bereitstellen einer sicheren Unterkunft
  • Jede Frau hat das Recht, unabhängig von ihrer Konfession, Nationalität, Alter, sozialen Herkunft und sexueller Ausrichtung auf Schutz, Beratung und Hilfe.
  • Die grundsätzliche Wertschätzung und Akzeptanz der Frauen und Kinder und ihrer individuellen Lebensentwürfe sind leitendes Prinzipien der Frauenhausarbeit
  • Das Selbstbestimmungsrecht und die Eigenverantwortung der Frauen für sich und ihre Kinder sind selbstverständlich.
  • Ansatz unseres Handelns ist das Bewusstmachen der Stärken und Ressourcen der Frauen und Kinder um ihr Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.
  • Die Arbeit ist parteilich. Die Frauen werden ermutigt, ihre Rechte wahrzunehmen.
  • Die Anonymität der Frauen und Kinder wird seitens der Mitarbeiterinnen gewährleistet.
  • Solidarität unter den Frauen wird gefördert, um soziale Kompetenzen zu stärken.
  • Kinder aus Gewaltbeziehungen sind misshandelte Kinder. Ihnen wird die gleiche Aufmerksamkeit zuteil. Sie werden mit ihren Bedürfnissen ernst genommen.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls mit dem Ziel, ein gewaltfreies selbstbestimmtes Leben zu führen, Lösung aus der Opferrolle
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